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2. Ernährung

Für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Pferdes stellt eine ausgewogene Ernährung die Basis dar. Die Rationen eines Pferdes sollten auf mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt werden, da der Magen eines Pferdes im Verhältnis zur Körpergröße sehr klein ist. Um beispielsweise Koliken vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Kraftfutter auf 3-4 Portionen zu verteilen und dem Pferd die Mahlzeiten in seiner gewohnten, natürlichen Fresshaltung mit gesenktem Kopf, anzubieten. Da nicht jedes Pferd dieselben Portionen Futter bekommt, sollte die Rationierung individuell nach den körperlichen Gegebenheiten des Pferdes entschieden werden. Zur Orientierung können Richtzahlen in der Pferdefütterung hilfreich sein, allerdings sollten auch andere Faktoren wie Charakter und Temperament, Rasse, Bewegungs- bzw. Arbeitsleistung, Alter, Körperkonstitution, Gewicht und Haltungsform berücksichtigt werden.

Happies als Belohnungsfutter
  • Für Gesundheit, Leistungsbereitschaft und Zufriedenheit des Pferdes muss ein ausgewogenes Verhältnis an Energie, Proteinen, Rohfasern, Mengen- und Spurenelementen sowie Vitaminen vorhanden sein. 
  • Der tägliche Wasserbedarf eines Pferdes liegt bei 5-12 Liter Wasser pro 100kg Lebendgewicht. 
  • Um eine reibungslose Funktion des gesamten Stoffwechsels und die Regeneration des Wärmehaushaltes über die Schweißsekretion zu gewährleisten, ist eine ausreichende, qualitativ einwandfreie Wasserversorgung notwendig.

Energie wird im Pferdekörper vor allem benötigt, um die Körpertemperatur zu halten, die Funktionen aller Organe zu sichern, neues Gewebe zu bilden und die Muskeltätigkeit zu ermöglichen. Die Energieträger in der Futterration bilden Fette und Kohlenhydrate, wobei das Fett den höchsten Energiegehalt aufweist. Eine korrekte Futterration mit Energieeinsatz ist wichtig, um den tatsächlichen Energiebedarf zu erfüllen, ohne den Mindestbedarf an Raufutter zu unterschreiten. Hier wäre es teilweise sinnvoll, die Ration mit bis zu 3% Pflanzenöl aufzuwerten.
Eiweiß ist zu einem wesentlichen Teil am Aufbau der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes und vieler anderer Körpersubstanzen beteiligt. Die Grundbausteine des Eiweißes sind die Aminosäuren, dabei unterscheiden sich essentielle von nicht essentiellen Aminosäuren. Die nicht essentiellen Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden. Die essentiellen Aminosäuren müssen hingegen über die Nahrung zugeführt werden. Die Bedarfszahlen der Proteinversorgung werden mit verdaulichem Rohprotein (vRP) in Gramm (g) berechnet. Viele in der Praxis gängige Rationen, bei denen übliche Futtermittel eingesetzt werden, zeigen eine deutlich über dem Bedarf liegende Proteinversorgung. Eine kurzfristige Überversorgung von Eiweiß bis zu 200 Prozent verursacht kaum gesundheitliche Probleme. Überschüssiges Eiweiß wird vor allem als Energiequelle genutzt, was allerdings mit einer Mehrbelastung der Leber, der Nieren und des Sauerstoffhaushaltes einhergeht. Dadurch wird der Stoffwechsel unnötig strapaziert.

  • Wachsende Pferde (Jungpferde), Pferde im Muskelaufbau (Grundausbildung) und hochtragende sowie laktierende Stuten haben einen erhöhten Eiweißbedarf.

  • Insbesondere für die Gesunderhaltung des Bewegungsapparates sind Aminosäuren essentiell.

Als Struktur- und Ballaststoffe werden strukturierte, rohfaserreiche, kaustimulierende pflanzliche Materialien (Raufutter) bezeichnet. Rohfaser ist besonders essentiell für wesentliche verdauungsphysiologische Abläufe. Außerdem wird durch die Struktur eine ausreichende Kautätigkeit erreicht. Bei zu geringem Rohfasergehalt in der Futterration werden auch die Zahnabnutzung und der Speichelfluss negativ beeinflusst. Zusätzlich bergen Futterrationen mit zu geringem Strukturgehalt auch das Risiko, dass die Pferde aufgrund mangelnder Beschäftigung zu Untugenden neigen. Damit eine Futterration genügend strukturierte Rohfaser enthält, sollte sie mindestens 1,0 kg Heu (und Stroh) pro 100 kg Körpergewicht enthalten.

  • Raufutter ist von essentieller Bedeutung, weil…

… zu lange Fresspausen zu Magengeschwüren führen können.

… z.B. Heu und Stroh eine ausreichende Kautätigkeit fordern und fördern.

… bei zu geringem Raufutter Zahnprobleme auftreten können.

… Pferde ohne die Futterbeschäftigung eher zu Untugenden neigen.

Für einen ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt sind die Mengen- und Spurenelemente sehr essentiell.

  • Mengenelemente: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Chlor und Kalium

  • Spurenelementen: Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Kobalt, Selen und Jod


Die verschiedenen Futterarten für Pferde teilen sich in Kraftfutter, Raufutter, Saftfutter und diverse Belohnungs- und Ergänzungsfuttermittel auf.

  • Kraftfutter: Hafer, Gerste, Mais, Weizenkleie, Leinsamen, Bierhefe, Sojaextraktionsschrot, Sonnenblumenschrot, Trockenschnitzel, Melasse(-schnitzel), Pflanzenöle, Kräuter, Müsli, Mineralfutter  und Pellets

  • Raufutter: Heu, Luzerne, Heulage, Grünmehl, Futterstroh und zu Teilen Grassilage und Maissilage

  • Saftfutter: Gras, Grassilage, Maissilage, Zucker- und Futterrüben, Rote Beete, Karotten, Äpfel, anderes Obst/Gemüse wie Knoblauch oder Banane

Grundsätzlich sollte in der Pferdefütterung darauf geachtet werden, dass eine bedarfsdeckende Fütterung des Pferdes erreicht wird. Dabei hilft vor allem eine Rationskalkulation. Um die dazu nötigen Futterwerte von Grundfutter, wie etwa Heu und Stroh bzw. Silage, zu ermitteln, ist es nötig, Futterproben zu analysieren. Diese Analyse kann relativ einfach und günstig von der jeweiligen LUFA (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt) durchgeführt werden.

 

2.1. Belohnungsfutter

Das Belohnungsfutter, auch als Leckerli bezeichnet, ist wichtig für die Beziehung von Mensch und Pferd.

  • Erwünschtes Verhalten des Pferdes sollte belohnt werden!

Mit einem Leckerli, das klein und handlich in jede Hosentasche passt und auch noch wertvolle Inhaltsstoffe enthält, ist dies perfekt möglich

  • Durch regelmäßige Belohnung wird das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd gestärkt, harmonischer und vertrauter. 

Als Leckerli bzw. Belohnungsfutter werden die klassischen, traditionellen Leckerli eingesetzt oder auch Möhren, Äpfel, Brot etc. Nebenbei steigert das gesunde Leckerli, reich an wertvollen Inhaltsstoffen, auch das Wohlbefinden und die Leistungsbereitschaft des Pferdes.
Mit unseren Parisol happies habt ihr ein gesundes Leckerli für zwischendurch, bei dem jedes Pferd auf seinen Geschmack kommt!

2.2 Ergänzungsfuttermittel

Der Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln sollte nach Bedarf des Pferdes, im Idealfall auf der Basis einer Rationskalkulation, erfolgen. Dabei sollte man einen Mangel sowie einen Überschuss vermeiden!

In der Fütterung von Sport- und Freizeitpferden, Zuchtstuten und Jungpferden treten viele fütterungs- und haltungsbedingte Mängel an Nährstoffen auf. Um diese auszugleichen, gibt es eine Vielzahl an Ergänzungsfuttermitteln. Bense & Eicke hat neben Parisol Biotin plus M, das für gesundes Hufwachstum, Haut und Haar wichtig ist, und Parisol Bi-Algan, welches ein natürliches Vitaminpräparat aus reinen Seealgen ist, auch sechs verschiedene Flüssig-Ergänzungsfuttermittel im Sortiment, mit denen ein breites Einsatzgebiet abgedeckt wird.

Parisol Kräuter-Elixier enthält konzentrierte Kräuter wie Süßholzwurzel, Bockshornkleesamen, Brennnessel, Fenchelsamen, Salbei, Kamille und Anisöl. Eine Zufütterung empfiehlt sich, um die physiologischen Abwehrfunktionen im Atmungsapparat und das Immunsystem zu stärken. Außerdem kann es zur Regeneration der Schleimhäute im akuten Fall eingesetzt werden.

  • Der Hustensaft für das Pferd!

Die Zufütterung empfiehlt sich besonders in der Wachstumsphase oder bei stärkeren Leistungsintervallen. Es kann dazu beitragen, das Muskelwachstum zu fördern und den Leistungsstoffwechsel zu optimieren. Das Parisol Elektrolyt Power-Liquid gleicht eventuelle Mängel an Elektrolyten aus und beeinflusst die Leistungsfähigkeit und die Körperkonstitution des Pferdes positiv. Ein Elektrolyt-Mangel kann durch starkes Schwitzen, Fieber oder Durchfall entstehen.

Die Flüssigfuttermittelserie wird noch um zwei weitere Produkte ergänzt: Parisol Vitamin E plus Selen und Parisol Magnesium plus Vitamin B. Vitamin E und Selen beeinflussen den Energie- und Muskelstoffwechsel des Pferdes. Auch in der Trächtigkeit haben Vitamin E und Selen wesentliche Aufgaben. Symptome einer Unterversorgung sind: Schwäche und Leistungsabfall, Muskelprobleme, Unrittigkeit, Steifheit, Infektanfälligkeit und Allergieneigung. Durch Parisol Vitamin E plus Selen wird ein vorhandener Mangel ausgeglichen, das Wohlbefinden verbessert und die Regeneration von Muskelproblemen gefördert.

 Vor einer Selenvergiftung durch zu viel Selen sollte gewarnt werden!

Ein Mangel an Magnesium führt zu Muskelkrämpfen und -zittern, Verspannungen und Nervosität. Parisol Magnesium plus Vitamin B gleicht einen vorhandenen Mangel aus und kann sich positiv auf Konzentrationsvermögen, Belastbarkeit, Leistungsbereitschaft und Nervenstärke auswirken.

Für Sehnen, Bänder und Gelenke bietet das Parisol MSM + Glucosamine ein sinnvolles Ergänzungsfuttermittel für die Erhaltung der Gelenkflüssigkeit und Gelenkschmierung, da die Versorgung von Knorpel, Gelenkkapsel, Sehnen und sonstigem Bindegewebe durch MSM als organische natürliche Schwefelverbindung und Glucosamin als Aminozucker unterstützt wird.

Weiterhin gibt es das Parisol Amino Magic, das alle wichtigen Aminosäuren und Vitamine enthält, die für den Muskelaufbau essentiell sind.

Außerdem ist auch das Parisol Leinöl –kalt gepresst- und die Parisol Leinsamen-goldgelb- in unserem Ergänzungsfuttermittelprogramm enthalten. Sie sind besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linol- und Alphalinolsäure und haben einen positiven Einfluss auf die Verdauung und den Stoffwechsel.

  • Für magenempfindliche Pferde, insbesondere nach Koliken, empfiehlt es sich, Leinsamen zu füttern, um die Gesundheit der Magenschleimhaut zu unterstützen!

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